Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: PZH - Produktionstechnisches Zentrum Hannover
Logo Leibniz Universität Hannover
Logo: PZH - Produktionstechnisches Zentrum Hannover
  • Zielgruppen
  • Suche
 

Zurück zur Grünen Wiese

Auch das Kernkraftwerk Würgassen wird irgendwann wieder grüne Wiese sein. Foto: eon

Bis 2020 sollen alle deutschen Kernkraftwerke abgeschaltet werden. Das bedeutet für 27 Kraftwerke, darunter auch Forschungsreaktoren und nie in Betrieb genommene Kraftwerke, den Rückbau. Je nach Größe der Anlage werden dafür Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro und eine Dauer von zehn bis 20 Jahren veranschlagt.

Am PZH arbeiten Wissenschaftler an Verfahren, die Einbauten in ihrer kontaminierten und oft schwer zugänglichen Umgebung so zu zerlegen, dass Arbeiter nicht geschädigt werden und möglichst wenig Müll entsteht. Denn anfallender Müll muss als radioaktiver Abfall eingelagert werden.

Insbesondere Seilsägetechnologien kommen dabei zum Einsatz, um Stahl- und Stahlverbundwerkstoffe zu trennen. Elektronenstrahl- und Wasserstrahltechnik, Schweißen und Schneiden sind Verfahren aus dem Unterwassertechnikum (UWTH), die zum Teil gezielt für den Rückbau kerntechnischer Anlagen entwickelt wurden. In einem weiteren Projekt geht es darum, die oberste, kontaminierte Schicht von Stahlbetonstrukturen gezielt so abzutragen, dass der Rest des Gebäudes ins reguläre Recycling gehen kann.

Forschung zum Rückbau kerntechnischer Anlagen am PZH:

DefAhS – Definierter Abtrag hocharmierter Stahlbetonstrukturen

Bild zum Projekt DefAhS – Definierter Abtrag hocharmierter Stahlbetonstrukturen
Kontakt:hessifw.uni-hannover.de
Laufzeit:01.10.2013 - 30.09. 2016
Förderung durch:BMBF
Kurzbeschreibung:Beim Rückbau von Nuklearanlagen stellt die Dekontamination und fernhantierte Zerkleinerung von Stahlbetonen einen zentralen Punkt dar. Hauptziel ist es, das kontaminierte Material selektiv abzutragen, um das verbleibende Material, das bezogen auf die Gesamtanlage bzw. Gesamtmassen den überwiegenden Anteil darstellt, dem normalen Recyclingkreislauf zuführen zu können. Für die wenige Millimeter tiefe Oberflächendekontamination stehen einige Verfahren zur Verfügung, die stetig optimiert und weiterentwickelt werden. Ein Problem besteht aktuell in dem Abbruch und selektiven Tiefenabtrag von Stahlbetonen, z.B. bei Rissen oder Ausbrüchen, so dass die Oberflächen im Anschluss freimessbar sind. Im Projekt DefAhS wird ein Ansatz zur Lösung dieser Problematik mittels eines kombinierten Abtragswerkzeugs verfolgt. Während der Abtrag von reinem Beton mit einem angeregten Hinterschneidverfahren erfolgt, das sehr hohe Abtragsleistungen bei relativ geringen Arbeitskräften ermöglicht, sollen bewehrte Bereiche mittels eines Fräsverfahrens im Trockenschnitt abgetragen werden.
 | details |
 

Sekomet – Angepasstes Seilschleifen komplexer, metallischer Strukturen

Bild zum Projekt Sekomet – Angepasstes Seilschleifen komplexer, metallischer Strukturen
Kontakt:tatzigifw.uni-hannover.de
Laufzeit:01.09.2014 – 31.08.2017
Förderung durch:BMBF
Kurzbeschreibung:Das Seilschleifen bietet verfahrensspezifische Vorteile. Es erlaubt das Trennen von Komponenten unterschiedlicher Werkstoffe und Geometrien mit nahezu unbegrenzter Schnitttiefe. Bei der Bearbeitung von Stahlstrukturen führen mechanische und thermische Belastungen jedoch zu einem vorzeitigen Komplettversagen des Werkzeugs. Im Rahmen des Projekts Sekomet wird die Prozesssicherheit der Seilschleifbearbeitung von Stahlstrukturen durch Prozessanpassungen und innovative Werkzeuge erhöht.
 | details |
 

ENTRIA - Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe

Bild zum Projekt ENTRIA - Entsorgungsoptionen für radioaktive Reststoffe
Kontakt:Projekteiw.uni-hannover.de
Laufzeit:01/2013 bis 12/2017
Förderung durch:BMBF
Kurzbeschreibung:Interdisziplinäre Analysen und Entwicklung von Bewertungsgrundlagen
 | details |
 

BeDeKo - Betondekontamination mittels Trockeneisstrahlens zum Rückbau von Gebäudestrukturen im kerntechnischen Rückbau

Bild zum Projekt BeDeKo - Betondekontamination mittels Trockeneisstrahlens zum Rückbau von Gebäudestrukturen im kerntechnischen Rückbau
Kontakt:projekteiw.uni-hannover.de
Laufzeit:10.2014 - 09.2016
Förderung durch:BMBF
Kurzbeschreibung:Die Dekontamination von Gebäudestrukturen stellt beim Rückbau kerntechnischer Anlagen einen der arbeitsintensivsten Schritte dar. Alle im Kontrollbereich liegenden Oberflächen der Gebäudestruktur sind mit einem dekontaminierbaren Lacksystem beschichtet. Dieses hat die Aufgabe eventuell im Betrieb auftretende Kontamination daran zu hindern tiefer in den dahinter befindlichen Stahlbeton einzudringen. Während die Beschichtung einen Reststoff darstellt der einer Endlagerung zugeführt werden muss, kann die überwiegende Masse der Gebäudestruktur herkömmlich deponiert oder im Recyclingkeislauf Rohstoff wiederverwertet werden. Die Trockeneisstrahltechnologie bietet eine alternative Methode zu dem konventionell genutzten mechanischen Entschichtungsverfahren wie Schleifen, Fräsen und Nadeln.
 | details |