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ELIAS (Economic Planning Assessment) - Entwicklung eines softwarebasierten Kalkulators - Abschätzung der Kosten als Basis einer sinnvollen Planung

ELIAS (Economic Planning Assessment) - Entwicklung eines softwarebasierten Kalkulators - Abschätzung der Kosten als Basis einer sinnvollen Planung

E-Mail:  rieke@ifa.uni-hannover.de
Jahr:  2021
Datum:  01-03-21
Förderung:  NBank
Laufzeit:  12/2020 bis 06/2022

Förderung

 

Das Forschungsvorhaben wird finanziell durch die EU gefördert. Dies geschieht im Rahmen des Niedersächsischen Innovationsförderprogramms für Forschung und Entwicklung in Unternehmen (NBank).

Kooperationspartner

GREAN GmbH (Link zur Website)

Ausgangssituation

Fabriken zeichnen sich durch eine hohe Lebensdauer und außerordentliche Investitionskosten aus. Insbesondere kapitalintensive Neuplanungen und Reorganisationen von Fabriken beeinflussen maßgeblich die Liquidität von Unternehmen. Verlässliche Daten sind die Grundvoraussetzung für eine valide Wirtschaftlichkeitsbeurteilung von potenziellen Fabrikplanungsprojekten. In frühen Planungsphasen dieser Projekte sind vorhandene Daten jedoch häufig fehlend oder nicht belastbar. Das erschwert maßgeblich die frühzeitige Dimensionierung von Betriebsmitteln, Personalaufkommen und Produktionsflächen sowie die daran gebundene Kostenkalkulation. Damit einhergehend steigt auch das Risiko für Fehlinvestitionen. Um Planungsfehler und –kosten zu minimieren, bieten sich digitale Planungsinstrumente an.

Insgesamt existiert jedoch noch kein ganzheitlicher Ansatz, der auf Basis eines digitalen Planungsinstruments schnell und präzise Investitionskosten in einer frühen Planungsphase ohne tiefgründiges Vorwissen und trotz unscharfer Datenlage bestimmen kann.

Zielsetzung

Um diese Forschungslücke zu schließen, soll im Rahmen des Forschungsvorhabens „ELIAS – Economic Planning Assessment“ ein softwarebasierter Investitionskostenkalkulator entwickelt werden. Das grundlegende Ziel dieses Vorhabens ist es, potenzielle Fabrikplanungsprojekte branchenübergreifend und ohne tiefgreifendes Vorwissen frühzeitig einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung unterziehen zu können. Auf diese Weise soll es Unternehmen ermöglicht werden, trotz fehlender und unscharfer Daten zukunftssichere Entscheidungen zu treffen.

Vorgehensweise

In einem ersten Schritt werden in diesem Zuge funktionale und nichtfunktionale Anforderungen an das digitale Planungsinstrument in Form eines softwarebasierten Investitionskostenkalkulator für die Fabrikplanung identifiziert. Diese werden anschließend in einem Anforderungskatalog strukturiert und in ein Lastenheft überführt. In einem weiteren Schritt wird ein Datenmodell zur Kalkulation der Investitionskosten in einer frühen Phase von Fabrikplanungsprojekten entwickelt. Dafür werden technische und kaufmännische Kalkulationen analysiert und mit verschiedenen Planungsinformationen verknüpft. Anschließend werden geeignete Quantifizierungsmethoden in das Datenmodell eingebunden. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse in einer Programmierumgebung zur Entwicklung des softwarebasierten Investitionskostenkalkulators implementiert. Abschließend gilt es, die erarbeitete Methodik sowie das softwaregestützte Planungsinstrument einer Abschlussvalidierung durch interne und externe Vertreter zu unterziehen.