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Resorbierbare Implantatwerkstoffe: Anwendungsnahe Ermüdungsprüfung

Resorbierbare Implantatwerkstoffe: Anwendungsnahe Ermüdungsprüfung

© IW
Servohydraulische Prüfmaschine am Institut für Werkstoffkunde
© IW
Korrosionszelle mit eingesetzter Ermüdungsprobe aus Reineisen

Wie verhalten sich resorbierbare Implantatwerkstoffe im menschlichen Körper? Um dieser Frage nachzugehen, hat das Institut für Werkstoffkunde (IW) einen Prüfstand entwickelt: Dort lassen sich Ermüdungsprüfungen durchführen, die auch die Korrosionseinwirkung berücksichtigen.

Implantate sind im menschlichen Körper nicht nur mechanischen Belastungen durch die Bewegungen des Patienten ausgesetzt, sondern auch dem korrosiven Angriff durch Körperflüssigkeiten. Für eine korrekte Dimensionierung der Implantate genügt es daher nicht, Kenntnis von der statischen Festigkeit der Implantatwerkstoffe zu haben. Auch die Ermüdungs- und Korrosionseigenschaften der unterschiedlichen Werkstoffe müssen untersucht werden – und zwar jeweils sowohl gesondert als auch in Wechselwirkung miteinander.

Ein neuer Prüfstand am IW der Leibniz Universität Hannover ermöglicht jetzt die anwendungsnahe Ermüdungsprüfung unter Berücksichtigung zusätzlicher Korrosionseinwirkung. Perspektivisch kann dieser Prüfstand für die Untersuchung neuartiger Werkstoffe genutzt werden. Dazu zählen beispielsweise resorbierbare Implantatwerkstoffe auf Eisenbasis, die vom IW entwickelt werden.

Mehr dazu unter: https://phi-hannover.de/resorbierbare-implantatwerkstoffe-anwendungsnahe-ermuedungspruefung/